ZIM-Kooperationsnetzwerk

Ein ZIM-Kooperationsnetzwerk bezeichnet den Zusammenschluss von mindestens sechs mittelständischen Unternehmen mit dem Ziel, gemeinschaftlich innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln. Ziel ist die synergetische Zusammenarbeit auf einem oder mehreren Technologiefeldern von der Forschung und Entwicklung bis zur Vermarktung der FuE-Ergebnisse. Innerhalb eines Kooperationsnetzwerkes können sowohl das Management des Netzwerkes, als auch die im Netzwerk generierten FuE-Projekte gefördert werden.   
(Quelle: Häufig gestellte Fragen (HGF) – ZIM-Kooperationsnetzwerke (KN), Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Link)

Das Netzwerk „NanoPharm“ wird von cc-NanoBioNet e.V. koordiniert, das die Management- und Organisationsdienstleistungen zur Etablierung des Netzwerkes sowie die Entwicklung und Umsetzung der Netzwerkkonzeption erbringt. Über die notwendigen Aktivitäten und Leistungen des Netzwerkmanagements wird zwischen den Netzwerkpartnern und der Managementeinrichtung eine Vereinbarung geschlossen. 

ZIM-Netzwerk "NanoPharm"

Mit dem ZIM-Netzwerk „NanoPharm“ wird eine Plattform geschaffen, die es seinen Mitgliedern ermöglicht, frühzeitig zukunftsweisende Forschungsfelder zu identifizieren, um diese gemeinsam und gewinnbringend zu bearbeiten. Das Netzwerk dient der Entwicklung neuer sicherer und wirksamerer pharmazeutischer Produkte, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel. Basis bilden die Erkenntnisse zweier Zukunftstechnologien, die sich dabei ideal ergänzen: die Nanotechnologie und die Pharmazie.

Wie die Nanotechnologie ist auch die Pharmazie eine interdisziplinäre Wissenschaft. Beide vereinen Aspekte aus verschiedenen Naturwissenschaften, etwa der Chemie, Biologie und Physik miteinander. Die Pharmazie beschäftigt sich mit der Beschaffenheit, Wirkung, Entwicklung, Prüfung, Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln und analog zur Nanotechnologie mit molekularen Baustoffen der Natur (Proteinen, Enzymen etc.), deren Größe im Nanometerbereich liegen. Wie die Nanotechnologie erfordert auch die Pharmazie eine genaue Kenntnis des Ortes, an dem diese Prozesse stattfinden.

Die Entwicklung neuer Medikamente setzt nicht nur voraus, dass die darin enthaltenen Wirkstoffe „wirken“, sondern auch, dass sie im Körper dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Die Wirkstoffe müssen Barrieren überwinden, um in den Körper zu gelangen, sie müssen im Körper gelenkt werden und dürfen auf ihrem Weg nicht zerstört werden. Sie müssen wissen, wo sie genau im Körper gebraucht werden und müssen dort, wo sie gebraucht werden, auch verweilen. Erst am Ort der Krankheit darf und soll sich die Wirkung eines Wirkstoffes entfalten. Je genauer man diesen Prozess steuern kann, umso weniger Wirkstoff wird benötigt und umso weniger Medikamente müssen verabreicht werden. Dies reduziert Nebenwirkungen und spart Wirkstoff, was sowohl die Medikamente als auch die Verfahren preiswerter macht. All dies sind Kernthemen unserer gemeinsamen Netzwerkarbeit.

Die direkteste Methode um einen  Wirkstoff biologisch verfügbar zu machen ist das Verabreichen einer Spritze. Dieses Verfahren ist aber invasiv, schmerzhaft und findet beim Patienten nur geringe Akzeptanz. Ziel der Netzwerkaktivitäten ist es, Alternativen zu entwickeln. Einen Schlüssel zum Erfolg bietet die Nanotechnologie, da sie neue Möglichkeiten aufzeigt, über eine gezielte Größe, Morphologie und Oberflächenmodifizierung Medikamente so maßzuschneidern, dass sie körpereigene Barrieren überwinden können.

Ob Medikamente, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmittel – das Maßschneidern von Wirkstoffen und Prozessen auf molekularer Ebene verspricht die Lösung vieler Probleme und wird zu vielen neuen Produkten führen.