Universität des Saarlandes - Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie

Der Forschungsschwerpunkt am Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie um Prof. Dr. Marc Schneider liegt bei der Entwicklung und Charakterisierung von kolloidalen Drug Delivery Systemen sowie deren Evaluation in vitro.

In diesem Zusammenhang werden verschiedene Trägersysteme für die effiziente Beladung sensibler Wirkstoffe benutzt. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei bei der Biokompatibilität sowie der Bioabbaubarkeit dieser DDS, weswegen die Auswahl geeigneter Biopolymere und die Herstellungsmethode von Bedeutung sind. Die erfolgreiche Etablierung von grundlegenden Drug Delivery Systemen (DDS) als Plattform ist eine der Hauptaufgaben. Diese universellen Trägersysteme bilden dann einen idealen Ausgangspunkt, um spezifischere Probleme zu adressieren: Die DDS können in ihren Eigenschaften so modifiziert werden, dass sie auf die jeweilige gewünschte Applikationsart (z.B. pulmonale, orale, oder auch buccale Applikation) hin abgestimmt werden und dadurch die Möglichkeit haben, die entsprechende biologische Barriere erfolgreich zu überwinden. Oberflächenmodifikationen des DDS als auch angepasste Freisetzungskinetiken sind hierbei als Schlüsseleigenschaften zu nennen.

Neben dem technologischen Aspekt ist auch die Interaktion der entwickelten DDS mit biologischen Barrieren von Bedeutung: Zytotoxizitätsstudien werden, im Sinne der Biokompatibilität, auf relevanten Zellkulturmodellen als Grundlage für weiterführende Studien durchgeführt. Diese beinhalten beispielsweise das Penetrationsverhalten der DDS durch zelluläre und nicht-zelluläre Barrieren.

Analytische Methoden wie die Multiphotonen Mikroskopie oder Rastersondenmikroskopie als auch die Kombination verschiedener Methoden (Korrelative Mikroskopie) werden angewendet. Diese Techniken erlauben die Visualisierung sowohl der DDS allein als auch deren Interaktion mit diversen in vitro Modellen.