Universitätsklinikum des Saarlandes – Klinik für Zahnerhaltung

In der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde werden vorrangig die Bioadhäsionsprozesse und Grenzflächeninteraktionen an harten und weichen oralen Oberflächen (Zahn, Dentalmaterialien, Mukosa, Gingiva) mit In-situ-Modellen erforscht. Dadurch werden die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer präventiver Strategien geschaffen mit der Zielsetzung, die Entstehung pathogener Biofilme als Ursache von Karies und Parodontopathien zu inhibieren. Detailfragestellungen sind die Untersuchung der Biofilmbildung auf molekularer Ebene sowie die Erforschung neuer Möglichkeiten zur nanotechnologischen Modifikation der Biofilmbildung in der Mundhöhle (bioinspiriertes und biomimetisches Biofilmmanagement).

Die methodische Expertise liegt neben molekularbiologischen, biochemischen und mikrobiologischen Analyseverfahren des in situ gebildeten Biofilms vor allem in der raster- und transmissionselektronenmikroskopischen Analyse von Grenzflächenphänomenen an harten und weichen oral exponierten Oberflächen, wobei in den letzten Jahren insbesondere auch die elektronenmikroskopische Detektion von Nanopartikeln in Biofilmen in den Fokus gerückt ist.